Pflasterer
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Etrusker, Ägypter, Römer, Griechen sind Stein des Anstoßes der Geschichte. Mühsam gebrochene Erdkrusten werden zu Wegen, Straßen und Kommunikationskanälen. Reichtum, Technik hohe Ästhetik pflastern die historische Entwicklung des gelegten Steines. Die „Steinzeit“ feiert Konjunkturstätten und Verkehrswege, Grünanlagen und Plätze, Städte und Bürgersteige sind auf Stein gebaut. Auf Pflasterstein.
Stein für Stein setzt sich das Berufsbild des Pflasterlegers aus einem bunten Mosaik aus handwerklichem Können, hohem Fachwissen und selbstständiger Arbeit zusammen. Kreativität und Verantwortungsbewusstsein prägen die Handwerkskunst des Pflasterers. Er beherrscht sein Handwerk. Er setzt den Stein in den Sand. Jeder Fehler mindert die Qualität. Hockend, knieend mit dem Werkzeug bestimmt er den Rhythmus aus Stein, Rütteln und Rammen. Nur er weiß, welcher Stein für welchen Zweck, welchen Effekt erzielt.
All das wird Lehrlingen aus allen Bundesländern Österreichs (ausgenommen Wien) seit 1942 (mit nur kleineren Unterbrechungen) in unserer Schule gelehrt. Steigende Lehrlingszahlen in den letzten Jahren bestätigen den Aufschwung des Handwerks. Der Zusammenarbeit mit den Lehrbetrieben und guten Betreuung durch den Lehrkörper, ist es zu verdanken, dass Know – how, fachliches Können und große Erfahrungen an die Lehrlinge weitergegeben wird – fachmännisch und verantwortungsbewusst.
Verfasser: Raimund Grebien